Bericht Jahreshauptversammlung 2022 (RNZ)

Zeitungsbericht der RNZ zur Jahreshauptversammlung 2022

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Lohrbach. Auch die Mitglieder der Kreisjägervereinigung Mosbach e.V. mussten sich wegen der Pandemie zwei Jahre lang gedulden, ehe sie ihre traditionelle Jahreshauptversammlung in der Odenwaldhalle in Lohrbach abhalten konnten. Um so erfeuter zeigte sich Kreisjägermeister Heinz Gottmann, nach dem Jagdsignal "Begrüßung" und dem Totengedenken, dem sich auch ein Gedenken an die Opfer des Krieges in der Ukraine anschloss, die Grußworte der Honoratioren entgegen nehmen zu können. Oberbürgermeister Michael Jann berichtete, dass der Odenwald mittlerweile zum "Fördergebiet Wolfsprävention" ernannt wurde, und damit entsprechende Fördermöglichkeiten in Anspruch nehmen kann. Auch die Afrikanische Schweinepest sei mittlerweile im Kreis angekommen, zu deren Bekämpfung im ehemaligen Kasernengelände spezielle Kadaversuchhunde ausgebildet werden. Daneben beschrieb er den akuten Rückgang der Bienenbestände, die Hand in Hand mit dem Verschwinden von Feldhase, Rebhuhn und Fasan einhergehe. Allerdings konnte er auch die positive Nachricht festhalten, dass im Schefflenztal das "Schutzprojekt für das Rebhuhn" vom Regierungspräsidium, dem Kreis, der Kreisjägervereinigung, dem  Bauernverband und weiteren Verbänden ins Leben gerufen wurde und damit eine Verbesserung der Zustände erwartet werden könne. Nachdem er die gute Zusammenarbeit mit der Mosbacher Jagdversammlung gelobt hatte, sagte er den Jägern seine Unterstützung bei der Durchführung ihrer nicht immer leichten Arbeit zu. Der erste Landesbeamte Dr. Björn-Christian Kleih erläuterte eine Umgliederung im Landratsamt, welche das Waffenrecht und das Veterinärwesen betrifft. Bezüglich der Schweinepest verwies er auf die Wildverwahrstelle in Lohrbach, ehe er die hervorragenden Leistungen der Jägerschaft bei Hege, Pflege und der Zusammenarbeit mit Landwirtschaft und Naturschutz würdigte. Auch bei Dr. Ulrich Bennemann, Leiter des Kreisveterinäramts in Buchen war die Problematik mit dem Schwarzwild ein wichtiges Thema, wobei er auf drei Verwahrstellen für Wildabfälle und Monotoringuntersuchungen einging.  Auch beschrieb er den Zuständigkeitsbereich seiner Behörde und informierte darüber, dass die Jagdabgabe auf 50 € anstiege. Als Erleichterung für die Jägerschaft sah er die Erleichterung der Wildfleischvermarktung durch Metzger und Maßnahmen gegen Wildseuchen. Er versprach, auch in Zukunft ein offenes Ohr für die Belange der Jägerschaft zu haben und übergab dem Kreisbauernverbandsvorsitzenden Albert Gramling das Mikrophon, der auf sein gutes Verhältnis zum lokalen Jagdpächter einging. Er beschrieb als Eckpunkte ihrer erfolgreichen Arbeit das gegenseitige Verständnis bei Schadensregulierungen und die Kooperation bei der Kitzrettung während der Mähzeit. Auch sei ihm am Anlegen von Blühwiesen gelegen, wobei sich hier eine Verschlechterung der Umstände ergeben habe, da ihm behördliche Vorschriften in diesem Bereich nicht immer gut durchdacht erschienen. In den Mittelpunkt seines Grußwortes stellte Dr. Henner Heitmann, Kreisjägermeister Buchen, die für ihn oft wahrnehmbare Veränderung der Grundhaltung bei der Pflege des traditionellen Gedankenguts der Jägerschaft. Plakativ forderte er: "Kümmern um das Wild, statt nur abschießen", als er Änderungen in der waidmännischen Gesinnung einforderte. Im folgenden Jahresbericht ging Kreisjägermeister Heinz Gottmann auf Neuerungen bei der Schießanlage in Osterburken ein, wobei er speziell die Auslastung und den Einsatz der Schießaufsichten beschrieb. Bezüglich der  Verwertung der Schlachtabfälle in der Wildverwahrstelle konnte er berichten, dass ein neues Kühlaggregat installiert wurde. Nachdem er die positive Situation bei der Jungjägerausbildung gelobt hatte, erinnerte er an die Gründungsversammlung des KJV vor 75 Jahren, als am 4.3.1947 im Gasthaus Odenwald in Mosbach 109 Personen anwesend waren. Ehrend gedachte er der Gründungsmitglieder Karl-Adolf Wagner, Robert Egner-Walter, Albert Bender, Andreas Fehrenbach, Klaus Ganter, Paul Herold, Heinrich Kipple und Markus Gottmann.  In diesen 75 Jahren leiteten als Kreisjägermeister Landrat Dr. Erwin Dörzbach, Dr. Peter Vaulont, Artur Lang, Bernhard Kirchgessner, Roland Kirstätter und Heinz Gottmann die Geschicke des Vereins. Vorstandsmitglied Tobias Spitzer fasste in seinem Bericht die Arbeit der Hegeringleiter, des Schießbetriebs, der Jagdhornbläser und der Jagdhundausbildung zusammen, wobei er sowohl auf die Arbeit der Nachsucheführer, als auch auf den bereits stattfindenden Jagdhundelehrgang einging. In seiner Präsentation zeigte er auf, dass die Vereinigung solide finanziert ist, was auch die beiden Kassenprüfer Rolf Heppel und Gero Wohlmann bestätigten. Nach der Entlastung der Vorstandschaft durch Ehrenmitglied Peter Keller leitete dieser die Wahlen ehe Heinz Gottmann die Ehrungen vornahm (siehe separaten Bericht). Nach einer sehr persönlich gehaltenen Laudatio und der Darstellung der langjährigen Verdienste von Roland Kirstätter wählte die Versammlung diesen zum Ehrenkreisjägermeister. Er dankte für diese Ehre und sagte zu, die Jägerschaft bei Bedarf auch zukünftig zu unterstützen. Mit einem Dank an Hausmeister Gerhard Kritter, einer Ehrenfanfare und dem Abschlusslied "Auf, auf zum fröhlichen Jagen" schloss die Versammlung und die Gäste konnten die auf Wandtafeln befestigten Gehörne der Gehörnschau begutachten.

 

Die Vorstandswahlen wurden von Ehrenmitglied Peter Keller durchgeführt. Kreisjägermeister Heinz Gottmann, 1. Stellvertreter Thomas Helfrich, 2. Stellvertreter  Markus Scheurig, 3. Stellvertreter Chriostoph Keller, Schriftführer Ludwig Gärtner, Schatzmeister Nicolai Kopecek, Hundeobmann Reinhold Schirk, unterstützt von Ralf Winter, Schießobmann Björn Spitzer, Presseobmann Tobias Spitzer, Jugendobfrau Daniela Lohmann, Biotopobmann Peter Eifler, Internetbeauftragte Jan Wagner und Frank Hoffmann

Verdienstnadeln und Urkunden

Schatzmeister Nicolai Kopecek, Schießobmann Björn Spitzer, stv. Hegeringleiter Werner Rehm erhielten die DJV Verdienstnadel in Bronze;

stv. Kreisjägermeister Thomas Helfrich und Hegeringleiter Matthias Knörzer erhielten die DJV Verdienstnadel in Silber

Als langjährige, verdiente Mitglieder wurden ausgezeichnet: Werner Bopp, Jörg Kegelmann, Frank Kunath, Hans-Peter Leitheim, Frank Nohe, Björn und Udo Spitzer, Ülker Toktas, Harald Vogel (alle 25 Jahre); Günter Butz, Helmut Müller Jr., Walter Prause, Rudi Röcker, Roland Seufert, Alexander Sümeghy (alle 40 Jahre); Prinz Ludwig von Baden, Conrad Bernauer, Lukas Brimmer, Hermann Felleisen, Eberhard Gesche, Roland Günter, Klaus Hettinger, Klaus Schäfer (alle 50 Jahre); Valentin Bopp, Heinz Häckel (beide 60 Jahre);

Bläserehrennadel in Bronze für 10 Jahre: Brigitte Leitheim, Heinrich Lenz, Heinz Meixner; Bläserehrennadel in Silber für 20 Jahre: Paul Rozsavölgyi, Wolfgang Nienhaus; Bläserehrennadel in Gold für 30 Jahre: Ludwig Gärtner

Wahl der Hegeringleiter: Hegering 1: Matthias Knörzer und Reinhold Schirk;  Hegering 2: Leiter vakant, Stellvertreter Tobias Spitzer;  Hegering 3: Dimo Dzieminski und Ülker Toktas;  Hegering 4: Stefan Moser und Jan Wagner

 

Gottmann erinnerte an die Gründungsversammlung des KJV vor 75 Jahren am 4.3.1947 im Gasthaus Odenwald in Mosbach, bei der 109 Personen anwesend waren. Die Gründungsmitglieder waren Karl-Adolf Wagner, Robert Egner-Walter, Albert Bender, Andreas Fehrenbach, Klaus Ganter, Paul Herold, Heinrich Kipple und Markus Gottmann.  In diesen 75 Jahren leiteten als Kreisjägermeister Landrat Dr. Erwin Dörzbach, Dr. Peter Vaulont, Artur Lang, Bernhard Kirchgessner, Roland Kirstätter und Heinz Gottmann die Geschicke des Vereins.